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Waldracher Laurentiusberg – Ein historisch wertvoller Weinberg wechselt seinen Besitzer

Es ist offiziell, die Waldracher Monopollage Laurentiusberg wurde vom ehrwürdigen Weingut Karthäuserhof erworben. Um den Kauf des Laurentiusberg hatten sich mehrere namenhafte Weingüter der Region beworben, den Zuschlag erhielt letztendlich das renommierte VDP Weingut Karthäuserhof in Eitelsbach. Über den Geldwert der Weinbergslage kann nur spekuliert werden, der Kaufpreis wurde von der Betriebsleitung nicht bekannt gegeben.

Monopollage Laurentiusberg

Die Waldracher Gemarktung Laurentiusberg liegt im letzten kleinen Seitental der Ruwer. Von Trier aus kommend, linksseitig der Landstraße L149, ziemlich genau an der Stelle wo das kleine Bächlein Riveris in die Ruwer mündet. Der Berg misst knapp 6 Hektar, davon sind aufgrund von Wegen und Böschungen zur Zeit 5,2 ha mit Riesling Reben bepflanzt. Der Laurentiusberg hat seine Ausrichtung nach Südsüdwest, ähnlich dem Karthäuserhofberg. Insgesamt ist die Lage etwas kühler und steiler, was eine längere Vegetationsperiode nach sich zieht. Wie im gesamten Ruwertal ist auch der Boden des Laurentiusberg durch den sehr harten devonischen Schiefer geprägt. Der Laurentiusberg wurde vom Vorbesitzer modern angelegt. Die Zeilenbreite der Reben beträgt 2 Meter, die Erziehung der Riesling Reben erfolgt am Drahtrahmen. Die geringen Stockbestände gewährleisten eine gute Bewirtschaftung der Riesling Reben für einen exzellenten Ruwerwein.

1964er Waldracher Laurentiusberg

Adolph Huesgen

Der Laurentiusberg in Waldrach war seit jeher eine Monopollage. Der Berg wurde nie in einzelne Parzellen aufgeteilt bzw. von mehreren Eigentümern bewirtschaftet, er befand sich stets im Alleinbesitz. In den alten Weinlagensteuerkarten leuchtet der Laurentiusberg in einem hellen Rot und wurde in die wertvolle Güteklasse II eingeordnet. Der bedeutende Traben-Trabacher Weinhändler und Weinbergsbesitzer Adolph Huesgen (1855-1949), der wegen seiner imposanten Erscheinung einfach nur der „Moselbismarck“ genannt wurde, erwarb den Weinberg 1899 und war mit der Vermarktung der Weine unter dem Label „Waldracher Laurentiusberg“ überaus erfolgreich. Anfang der 1990iger Jahre wurde der Weinberg von der Familie Huesgen an die Familie Langguth veräußert. Bei Langguth landete der Rebensaft des Laurentiusberg in größere Cuvee´s, so gab es in den vergangenen 25 Jahren keinen eigenständigen Wein aus dem Laurentiusberg.

Ein Mehr an Gutswein

Neben dem Kauf der Monopollage Laurentiusberg wurden auch Parzellen im Mertesdorfer Herrenberg erworben. Nach Aussage der jetzigen Geschäftsführerin, Frau Julia Lübke nützt der Zukauf von Rebflächen vor allen der Erweiterung der Gutsweinlinie. Da Betriebsintern auf die Vinifizierung von Ortsweinen verzichtet wird, nimmt der Gutsweinbereich eine gesonderte Stellung im Weingut ein. Durch den neuen Besitz an mehr Rebland ist nun die Möglichkeit gegeben, alle Spielarten des Riesling auch im Gutsweinbereich auszuspielen. Die Riesling Reben im Mutterberg, der mythische Karthäuserhofberg, sollen ausschließlich dem Ausbau der Premium Weine dienen.

Karthäuserhof Bleifenster

Weingut Karthäuserhof

Der Karthäuserhof zählt zu den ältesten Weingütern der Welt und besitzt mit dem Karthäuserhofberg einen der hochwertigsten deutschen Weinberge überhaupt. Das heutige VDP Weingut ist seit mehr als 200 Jahren im Familienbesitz. Diese Tradition wird heute durch Herrn Albert P. Behler in der 7. Generation fortgeführt.

Karthäuserhof Weinberg Ruwer

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