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Weinguide

Korken oder Schraubverschluss – Ziehst du noch oder schraubst du schon?

Die Diskussion über Flaschenverschlüsse ist ein Dauerrenner in der Weinszene. Sie kann Emotionen und Leidenschaften entfesseln, die den Verschluss wichtiger als den Inhalt erscheinen lassen. Aber fangen wir von vorne an...

Der Mensch war seit seinen Anfängen überaus kreativ was die Aufbewahrung seines kostbaren Nass betraf. Diente wohl anfänglich nur die hohle Hand als „Gefäss“, ersann er bald andere Hilfsmittel. Ausgeschabte Früchte wie die Kokosnuss oder der Kürbis mit all seinen Formen waren schon besser geeignet und dazu noch wasserdicht. Die Töpferkunst, ein Kind des Feuers, schenkte dem Menschen eine Vielzahl an Möglichkeiten Flüssiges und Festes aufzubewahren. Tonamphoren sind wohl die bekanntesten antiken Aufbewahrungsmittel für Speisen und Trank und erleben in der heutigen Weinbereitung eine Wiedergeburt. Feuer ist auch das wichtigste Element in der Glasproduktion. Die Ursprünge der Glasflasche reichen bis in das 1500 v. Chr. zurück. Die entscheidenen Entwicklungen der Glastechniken setzen um die Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Erst ab diesen Zeitpunkt spielt die Flasche als Aufbewahrungs- und Transportmittel von Wein eine zentrale Rolle.

Der Naturkorken

Der Kork, ein Stück Rinde eines Baumes, war zwar bekannt aber bis ins späte 17. Jahrhundert wurden jedoch mehrheitlich in Öl getauchte und mit Hanf umwickelte Holzstopfen sowie Tonstopfen genutzt. Auch Bienenwachs, Harz und Pech fanden Verwendung, da diese mit der Zeit aushärten.

Wirkliche Bedeutung gewann Kork als Flaschenverschluss erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen weiteten sich aus, daher war es sinnvoll, Flaschen fest zu verschließen. Der Große Aufschwung für die Korkproduktion setzte erst ab 1890 ein.

Der Korken ist also ein relativ junges Verschlusssystem und mit Nachteilen behaftet. Denn wer kennt ihn nicht, diesen muffigen dumpfen Ton eines Korkschmeckers der einen den Genuss des geliebten Wein verleidet. Zudem explodierte die weltweite Nachfrage nach Kork wodurch die Qualität stark litt. Verpackungen, die in ihnen gelagerte Waren angreifen, sind normalerweise undenkbar! Doch beim Wein wurde dies lange Zeit in Kauf genommen. Es mussten Alternativen her. Und sie kamen in großer Vielfalt.

Welche Verschlüsse für Weinflaschen gibt es sonst noch?

Kunststoffkorken, Presskorken, Scheibenkorken & Co ähneln optisch zwar dem Naturkorken, aber die in ihnen enthaltene Leime und Weichmacher hinterlassen ihre Spuren im Wein und stellen somit keine Alternative. Der eine zeitlang favorisierte Glaskorken ist zwar edel aber extrem kostenintensiv da dieser durch Bruchgefahr manuell eingelegt werden muss. Es gibt Zweifel ob der anliegende Gummiring bei längerer Lagerzeit nicht spröde und dadruch luftdurchlässig wird. Kronkorken wie wir sie als zuverlässigen Verschluss bei Bier und anderen Getränken kennen ist wohl die beste Möglichkeit Wein dauerhaft schützend zu verschließen. Der Kronkorken hat sich trotz größter Zuverlässigkeit nicht durchsetzen können.

Der Schrauber

Der Schraubverschluss hat über jahrzehnte hinweg seine Belastungsprobe bei Erfrischungsgetränken und Mineralwasser bestanden. Dabei kam ihm seine außergewöhnliche Gasdichte zu gute. Anfänglich wurde nur der einfache Schoppenweine mit dem Schraubverschluss abgefüllt. Durch die Anhäufung von Korkschmeckern begannen die Winzer immer mehr höherwertige Weine mit dem Schraubverschluss zu versehen. Im Gegensatz zum traditionellen Naturkorken gibt es bei der Lagerung von Wein nur noch geringe geschmackliche Veränderungen. Vergleiche von Weinen die 25 Jahre unter Kork- oder Schraubverschluss lagerten, ergaben eine Überlegenheit des Schraubverschluss in Bezug auf Frische und Haltbarkeit.

Ein hochwertiger Drehverschluss zum verschließen von Wein hat eine Dichteinlage aus Polyvinylidenchlorid und ist zusätzlich mit einer aufkaschierten Zinnschicht versehen. Dieses Merkmal ist die wichtigste Voraussetzung für die Lagerung von Wein mit Schraubverschluss.

Das Fazit zur sinnlosen Diskusion über Korken und Drehverschluss

Wenn ein Weinfreund dem Korken seine Schwächen eingesteht und das Leid eines Fehltones in Kauf nehmen kann, dann ist nicht gegen den Korken zu sprechen. Alle anderen Weingenießer können unbesorgt zum Drehverschluss greifen und sparen sich den Korkenzieher. Hätten die großen Denker des Menchengeschlechtes den Drehverschluss schon zu frühen Zeiten ersonnen, wer weiss, vielleicht wäre der Kork nie mit dem Wein in Berührung gekommen.

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